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Samstag, 28. Mai 2011
Hinflug Abflug ab Stuttgart am Vormittag nach Denver, Colorado. Nach Ankunft Begrüßung durch Ihre deutschsprachige Reiseleitung und Transfer zum Hotel in Denver.

Sonntag, 29. Mai 2011 Denver
Am Morgen Besuch des State Capitol von Colorado in einer Meile Höhe gelegen. Anschließend Fahrt zum Buffalo Bill Museum und Besichtigung der Coors Brauerei, einer der größten in den USA, am Nachmittag.

Montag, 30. Mai 2011
Denver CO – Custer SD 370 Meilen

Anschließend Weiterfahrt über Cheyenne und dem historischen Fort Laramie nach Custer, South Dakota. 

Dienstag, 31. Mai 2011
Custer SD – Badlands – Custer SD

Ausflugstag in die Black Hills und Besuch des Crazy Horse Memorial sowie Mount Rushmore und die fantastische Landschaft des Badlands National Parks. Sie sehen erstaunliche, in Jahrmillionen erodierte Felsformationen, die sich aus Vulkanablagerungen gebildet haben.

Mittwoch, 01. Juni 2011 Custer SD – Cody WY 370 Meilen
Eine lange Tagesetappe führt über die historischen Orte Deadwood, Sundance, Sheridan und die Bighorn Region nach Cody im Bundesstaat Wyoming, einst gegründet vom berühmten Buffalo „Bill“ Cody.

Donnerstag, 02. Juni 2011 Cody WY
Am Morgen erfahren Sie mehr über das Wirken und Leben des Westernhelden Buffalo Bill, seinen weltberühmten Shows und das Leben der Indianervölker beim Besuch des „Buffalo Bill Museum and Historical Center“, bestehend aus fünf verschiedenen großartigen Museen.
Wie wäre es am Abend mit einem rustikalen Steakdinner im Irma Hotel, von Buffalo Bill im Jahre 1902 erbaut, dem Besuch einer Westernshow oder eines Rodeos in der „Welthauptstadt des Rodeos“?

Freitag, 03. Juni 2011
Cody WY – Yellowstone National Park – Jackson WY 200 Meilen

Anschließend geht es von Cody über den Osteingang des Yellowstone National Park, dem ältesten Nationalpark der USA, zum Grand Canyon of the Yellowstone und zum Inspiration Point, wo Sie die Lower und Upper Falls des Yellowstone River bewundern können. Die Höhe der Lower Falls ist mit
94 m doppelt so hoch wie die der Niagarafälle. Einer der Höhepunkte Ihrer Reise in den Westen ist der Besuch des berühmten “Old Faithful” Geysir, der ca. alle 90 Minuten mit einer Fontäne bis zu 55 m ausbricht.
Anschließend Weiterfahrt durch die südlichen Ausläufer der Rockies, die auch „Little Switzerland“ genannt werden, über den Grand Teton National Park und den malerischen Jenny Lake nach Jackson, dem bekannten Westernstädtchen. Das historische Jackson ist bekannt als einer der wichtigsten Skiorte in den Rockies.

Samstag, 04. Juni 2011
Jackson WY -  Salt Lake City UT 250 Meilen

Es geht weiter nach Salt Lake City, Utah, der Mormonenstadt am Fuße der Wasatch Mountains, umgeben von mächtigen schneebedeckten Gebirgen und Austragungsort der Winterspiele 2002. Auf einer Stadtrundfahrt sehen Sie auch den Temple Square der Mormonenkirche.

Sonntag, 05. Juni 2011
Salt Lake City UT –  Dinosaur National Monument - Grand Junction CO 320 Meilen

Frühe Abreise in den östlichsten Teil von Utah, an der Grenze zu Colorado und Besuch des Dinosaur National Park, mit im Felsen versteinerten Dinosaurierspuren. Eine Übernachtung in Grand Junction, Colorado.

Montag, 06. Juni 2011
Grand Junction CO – Black Canyon of the Gunnison Nat. Mon. CO -  Canon City CO 290 Meilen

Nach einem Besuch des Museum of Western Colorado in Grand Junction kommen wir nach weiterer 1 1/2 stündiger Fahrt zum Black Canyon of the Gunnison. Der Black Canyon, entstanden vor 2 Millionen Jahren, ist eine tiefe, schmale Schlucht, durch die der Gunnison River fließt.Dann überqueren wir die Rocky Mountains bei Salida und erreichen nachmittags Canon City.

Dienstag, 07. Juni 2011
Canon City CO – Royal Gorge Bridge CO – Denver CO 130 Meilen

Am Morgen geht es auf eine Wildwasserfahrt auf dem Big Horn Sheep Canyon, dem Arkansas River – ein einmaliges Erlebnis! Wir sehen auch die Royal Gorge Bridge, die sich über 300 m über dem Arkansas River erhebt. Danach Weiterfahrt über Colorado Springs nach Denver. Eine Übernachtung in Flughafennähe.

Mittwoch, 08. Juni 2011
Denver CO - 
Rückflug bzw. Weiterflug
Rückflug nach Stuttgart bzw. zur Verlängerungswoche zum 40. Jubiläum des CMA Music Festivals in Nashville, Tennessee.


Donnerstag, 09. Juni 2011
Ankunft in Stuttgart am Vormittag bzw. oder Beginn des CMA Music Festivals in Nashville



melde mich und die Reisegruppe wieder gesund und munter von unserer Nashville & Deep South Tour zurück!

Es war eine großartige und ereignisreiche Reise, die mit viele tolle Stationen und Begegnungen aufwartete, mehr als ich/wir mir/uns erträumt haben. Hier einige vorläufige und nur kleine Reisenotizen zur unserer Tour:

Sonntag, 27.09.
Der Flug von Stuttgart nach Nashville war problemlos. In Nashville fehlte zwar einiges an Gepäck, welches aber mit einem der nächsten Flüge aus Atlanta noch rechtzeitig eintraf.
Die erste Woche waren wir im "Best Western Music Row" untergebracht, welches wir schon von den anderen Aufenthalten in Nashville kannten.

Montag,28.09.
Von hier aus startete der erste Ausflug ins nahegelegene Historic Bell Buckle.
Valerie Smith haben wir zwar nicht angetroffen, aber nach einem feinen Lunch im Bell Buckle Cafe trafen wir Gregery Heinike, der uns in seine Music Hall einlud und wir konnten uns dort etwas unterhalten. Ein Besuch der nahegelegenen George Dickel Distellerie erwies sich als unglücklich, da montags leider geschlossen! Aber auch so war der kleine Ausflug schon wegen der wunderbaren Landschaft um Bell Buckle lohnenswert.
Am Montagabend war das Station Inn für einen "Pflichtbesuch" der "Time Jumpers" unser Ziel. Wunderbarer Western-Swing und Honky Tonk und etwas small talk mit den Bandmitgliedern Kenny und Dawn Sears, "Ranger" Doug Green oder Paul Franklin, der seit dem Tod von "Papa" John Hughey die Pedal Steel Guitar bei den Jumpers bedient. Aber auch mit Doyle Lawson, der mit seiner Frau zum Konzert gekommen war. Und wie immer am jedem Montagabend (und dies seit über 12 Jahren) war das Station Inn bei den "Time Jumpers" bis auf den letzten Platz gefüllt.


Dienstag und Mittwoch 29.09 und 30.09:
Zwei Tage führte uns ein Ausflug nach Pigeon Forge (Dollywood & Great Smoky Mountain Nationalpark). Da Dollywood dienstags geschlossen war, fuhren wir zum Clingsman Dome im Great Smoky Mountan Nationalpark. Leider war "Top of Old Smoky" im Gegensatz zum Besuch in 2005 diesmal wolkenverhangen und es ging ein unangenehmer scharfer und kalter Wind. Schade, denn
es gab kaum Gelegenheit zu fotografieren. Etwas tiefer hatten wir dann doch noch Gelegenheit die Smokies im Bild festzuhalten. Am Abend gab es dann einen Besuch im "Golden Corral" und anschließend für einige noch eine Visite in der "Smoky Mountain Brewery", dort gab es dann noch eine richtige Maß vom Fass gezapft! Am Mittwoch besuchten wir dann
den Freizeitpark "Dollywood", der sich gegenüber 2005 um einige Attraktionen erweitert hat. Wetter: sonnig und warm.    
Am Mittwochabend waren wir rechtzeitig wieder in Nashville, denn für einige von uns stand ein Treffen mit Michael Martin Murphey, der zwei Tage zur IBMA nach Nashville gekommen war, auf dem Programm. MMM spielt zusammen mit Carrie Hassler & Hard Rain, die im nächsten Jahr beim Bluegrass Festival in Bühl/Baden dabei sein werden, ebenso wie die schwedische Band G2, die ich später noch bei der IBMA getroffen habe.

Donnerstag, 01.10.
Am Donnerstag reisten wir zum Geburtsort von Bill Monroe nach Rosine, Kentucky. Friedrich konnte ein ausführliches Interview mit einer älteren Lady führen, die Bill Monroe noch gekannt hatte. Im Anschluß daran führte sie uns auf den nahegelegenen Friedhof zur Grabstätte des "Father of Bluegrass". Nur wenige Kilometer entfernt liegt Jerusalem Ridge.
Dort fand an diesem Tag der erste Tage der Jerusalem Ridge Bluegrass Festival 2009 statt. Als Campell Mercer, der Chef des Festivals von unserer Anwesenheit erfuhr, bat er mich und Friedrich auf die Bühne und wir konnten die bereits am ersten Festivaltag ca. 5000 anwesenden Besucher begrüßen. Musikalisch wurde traditionelle Bluegrass und Oldtime Music bei tollem Sound geboten. Das Festival findet in einem Wald statt und es ist schier unglaublich, was das Orgateam dort geleistet hat. So ging ein weiterer Traum in Erfüllung, einmal ein richiges amerikanischen Bluegrass Festival zu erleben: ein grandioses und unvergeßliches Erlebnis!!! Thanks also to Julie & Campell Mercer!

02.10 und 03.10.
Freitag und Samstag waren für viele der Gruppe dem IBMA Fanfest vorbehalten. Durch die Möglichkeit, sich mit dreiFahrzeugen mobil zu sein, konnten die weniger Musikinteressieten auch andere Sehenswürdigkeiten ansteuern. Ich z.B. war am Samstagabend mit Hugh und Mary Moffatt in einem original mexikanischen Restaurant Abendessen und dabei gesellte sich noch Gail Davies mit ihrem Mann zu uns. Am Abend gabe es dann noch einen wunderbaren Auftritt mit einem "Carter Family Tribute", welcher von John Carter Cash und seiner Frau präsentiert wurde. Ansonsten gab es noch  Wiedersehen mit Wil Maring und Robert Bowlin, Doyle Lawson, Sierra Hull, den Grascals u.v.a.

Sonntag, 04.10.
Am Sonntagmorgen war noch eine Gospel-Celebration zum Abschluss des IBMA-Fanfestes angesagt. Drei Stunden mit wunder-barer, gehörfreundlicher Musik, die wir sehr genossen haben. Am Sonntagnachmittag stand dann noch der Besuch der Grabstätten von Johnny Cash und June Carter, aber auch von Mother Maybelle Carter, Merle Kilgore, Joe Maphis, Luther Perkins u.a. auf dem Friedhof "Memory Gardens" in Hendersonville an. Danach erfolgte der Umzug ins Hotel im Music Valley, wo am nächsten Tag unsere Deep South Reise startete. Friedrich traf abends noch Chris Jones & The Nightdrivers (mit Mark Stoffel) down town im Bluegrass Inn. Die meisten der Gruppe gingen mit Werner Michels noch ins nahegelegene John A's wo die Hausband einige Sängerinnen und Sänger begleitete, die ihr Talent beweisen wollten.  

Montag, 05.10.
RCA Studio B (Klasse Tour mit Keith ... Gänsehautfeelings) Country Music Hall of Fame (Ausstellungen über Williams Family Tradition und Brenda Lee) und anschließend Opryland. Friedrich und PeeWee verzichten auf Opryland und treffen sich stattdessen mit John Francis und seinem Freund Adam und besuchen das CASH CABIN STUDIO in Hendersonville .... Gänsehautfeelings again! Mit John Francis und Adam treffen wir uns abends in einer Musikkneipe im Music Valley .... auch Eric Brace findet den Weg dorthin und überrascht und dort mit seinem Besuch. Da sich wegen des Football-Monday die Songwriter Session von 9.00 auf 11.00 Uhr verzögert, nehmen wir John & Adam kurzerhand mit auf mein Zimmer und dort spielen sie noch einige Songs zum Abschluß eines schönen und interessanten Tages. John Francis kommt im Februar 2010 auf Solotour nach Deutschland und wir auch bei den CWFK zu Gast sein!

Dienstag, 06.10.
Über Lynchburg geht es nach Athens, Georgia einer kleinen, aber interessanten Stadt, die ebenfalls Musikgeschichte präsentiert: Bands wie R.E.M., B 52`s oder Widespread Panic haben hier ihre Anfänge genommen und produzieren in dieser Collegestadt. Paul Bouchart hat diese Zeit persönlich miterlebt und weiß darüber vortrefflich zu berichten und führt uns an alle wichitgen Schauplätz der New Wave Bewegung der 80er Jahre. Abendessen mit Konzert im Melting Point, dirket neben dem Hotel gelegen: Bluegrass mit den Lonesome Travellers aus Colorado und Crap (Country-Rap) mit Colt Ford einem einheimischen Interpreten.

Mittwoch, 07.10.
Unsere Fahrt geht heute entlang des Antebellum Trail, vorbei an herrlichen Vorkiegsvillen nach Macon, Georgia und Besuch der dortigen Georgia Music Hall of Fame. Eine Reporterteam des örtlichen Macon Telegraph ist vor Ort und macht Interview mit PeeWee, Friedrich und Werner Michels. Der Artikel erscheint am nächsten Tag und wir kaufen uns schnell noch ein Dutzende Exemplare mit dem Artikel. So schnell wird man "famous" and "legendary" :-) Auch Macon ist eine Musikstadt und präsentiert in seiner Music Hall viele legendäre Künstler wie Otis Reding, Little Richard oder Alan Jackson. Ein Besuch der Otis Reding Statue rundet den Tag in Macon ab.

Donnerstag, 08.10.
Von Macon geht es bei wunderschönem Wetter und sommerlichen Temperarturen wieder nach Norden in die Metropole Atlanta und Zielpunkt ist das höchste Hotel der westlichen Hemisphäre: Im Hotelturm "Westin Peachtree Plaza" übernachten wir hoch über Atlanta (mein Zimmer lag z.B. in der 52ste Etage) und haben einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt. Nachmittags bleibt Zeit für einen Stadtbummel und abends feiert Friedrich mit uns im nahegelegenen "Hooters" seinen 44. Geburtstag mit einigen Pitchers good american draft beer und einige wohlgeformte Hooter-Girls erfreuen ihn mit einem besonderen Ständchen :-)  

Freitag, 09.10.
Ein langer Tag mit dem Bus steht bevor. Nächste Station: Montgomery, Alabama: Grabstätte und Museum von Hank Williams.
Mittags besuchen wir die Grabstätte von Hank Williams und danach das Museum. Hier sind leider keine Foto- oder Videoaufnahmen möglich. Das Museum birgt viele Schätze aus der Zeit Hank Williams und ist liebevoll und sehr persönlich zusammengestellt. Überall kommen wir mit den Menschen vor Ort, ob nun einheimisch oder ebenfalls Besucher ins Gespräch und alle sind begeistert über unsere Tour und unser Interesse an amerikanischer Country Music Geschichte.
Nun hat uns der Alabamarain auch eingeholt, aber es ist warm und deshalb stört es uns kaum. Unser Busdriver Horace chauffiert uns weiterhin umsichtig und sicher zum nächsten Hotelstop in Meridian, Mississippi. (Horace ist übrigens direkt nach seiner Rückkehr aus seinem Urlaub in Deutschland(!) zu uns gestossen und hat unsere Tour gefahren. Er war von anderen deutschen AR-Reiseteilnehmern eingeladen und hat in München das Oktoberfest besucht!) In Meridian besuchen einige von uns auf Empfehlung von Werner Michels erstmals eine Restaurantkette mit Namen "Carabas" und werden nicht enttäuscht. Wir geniessen feines Essen in angenehmer und gepflegter Atmosphäre.

Samstag, 10.10.
Ein weiterer langer Reisetag steht an von Meridian nach Lafayette, Louisiana ca. 320 Meilen.
Zunächst geht es um 9.00 Uhr ins Jimmie Rodgers Museum. Musemumsleiter Bill John freut sich über den Besuch der deutschen Reisegruppe und erklärt und erzählt uns viel über Jimmie Rodgers und seine Zeit. Hier darf man auch nach Herzenlust filmen und fotografieren. Nach dem Museum noch ein Stop an der Grabstätte von Jimmie Rodgers und dann geht es weiter deep south allons a Lafayette! Werner und Horace sind ein gutes Gespann und wir erreichen Lafayette just at the right time!
Um 16.15 Uhr Ortszeit sind wir an der "Heritage-Stage" des "Acadiens et Creols Festivals" und erleben gleich drei Legenden zusammen auf der "Heritage-Stage": Doug Kershaw, Jimmy C. Newman und Joel Sonnier! Alle drei und später auch D.L. Menard sind zusammen mit Fats Domino (er war leider nicht da) die ersten Mitglieder der neu gegründeten Louisiana Music Hall of Fame und wir erleben die Aufnahme live vor Ort mit! Auch ein kurzer persönlicher Kontakt mit shake hands und Fototermin mit den Cajunlegenden gelingt und wir freuen uns noch auf den Auftritte des Hank Williams der Cajun Music: D.L. Menard. Begleitet wird er von der Jambalaya Cajun Band. Mit dem Bandleader Terry Huval treffe ich mich noch kurz am Rand der Bühne und er errinnert sich an unsere Korrespondenz aus den frühen 90er Jahren, als wir mit der Band wegen eines Auftrittes beim Kötzer Festival in Kontakt standen. Leider ist die Tour damals aus zeitlichen und finanziellen Gründen gescheitert. Umso schöner war es, diese tolle Band in Lafayette zusammen mit D.L. Menard live zu erleben. Neben der Heritagebühne gab es weitere Bühnen auf denen z.B. Balfa Toujours und FeuFoillet spielten, aber auch eine Tanzbühne und viele Stände mit Cajunfoods, T-Shirts,  Kunsthandwerk waren zu bestaunen. Ein dreitägiges Festival bei freiem Eintritt und vielen nicht nur  musikalischen Attraktionen. Wir durften zumindest einen kleinen Teil der ausgelassenen und lockeren Atmosphäre dieses Festivals miterleben.
Auch dieser Programmpunkt der Reise gehört in die Rubrik: grandios, unglaublich und unvergeßlich!!!

Sonntag, 11.10.
Noch ein kurzer Abstecher nach down town Lafayette, aber Sonntagmorgen ist alles ruhig und verschlafen!
Begleitet von leichtem Regen fahren wir durchs Cajun Country immer weiter nach Süden in den deutschstämmigen kleine Ort Kraemner, wo uns eine Swamp-Tour erwartet. Auf einem Swampboat fahren wir auf dem Lafourche Bayou und bekommen dabei auch einige kleine Alligatoren vor die Linsen. Schön die Vegetation mit dem Bäumen und dem "Spanish Moss", welches von den Bäumen hängt und im tropischen Klima Louisiana's prächtig gedeiht. Ein Paradies für Fotografen, auch bei (leider) bedecktem Himmel.Weiter geht die Reise zur Oak Alley Plantation bevor wir in New Orleans vor Anker gehen. Ein Besuch der Oak Alley Plantation in Vacherie am Mississippi ist ein unbedingtes Muss! Hier wird seit dem 17. Jhd. in mehreren Plantagen Zuckerrohr angebaut. Das besondere an der Oak Alley Plantation sind, wie der Name schon verrät, die Bäume. 28 mehr als 200 Jahre alte Eichen bilden eine wahnsinnig schöne Allee vom Mississippi bis zur Vorkriegsvilla der ehem. Plantagenbesitzer. Dazu muss gesagt werden, dass die Eichen noch vor der Villa gepflanzt worden sind. Und wieder habe ich von  einer überraschende Begegnung zu berichten. Als ich gerade den Geschenkladen verlassen möchte, tupft mich jemand auf die Schulter uns sagt: "Na, die Kötzer Countryfreunde sind ja überall zu treffen!" ??? gilt für mich! Ein freundlicher Herr erklärt mir, dass er seit Jahrem zum Kötzer Festival kommt und vor vielen Jahren die Auftritte der "Fire On The Mountain Cloggers" aus San Antonio, die ja auch bei unserem Festival so famos getanzt und begeistert haben, organisiert hat. Herbert Köhler wohnt in Dornstadt bei Ulm und macht derzeit Urlaub in Louisiana und wohnt im Hotel der Oak Alley Plantation. Such a small world!
Nun, aber auf nach New Orleans. Auch hier sind für die Jahreszeit noch Rekordtemperaturen zu vermelden. Tagsüber über 30 Grad und abends und nachts sicher nicht weniger als 25 bis 27 Grad. Herrlich! Abends gleich noch ein Besuch des French Quarters in den (leider meist zu lauten) Lokalen der Bourbon Street. Hier wird eine bunte Musikvielfalt geboten, wobei der New Orleans Jazz eine besondere Rolle spielt. Mit der Music Factory in der Decatour Street ist auch ein Plattenladen der Spitzenklasse vorhanden, der eine Riesenauswahl an einheimischer Musik zu bieten hat.

Montag, 12.10.
Nach dem Frühstück im Hotel Country Inn & Suites, welches Down Town liegt und von dem das French Quarter mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten wenigen Minuten bequem zu Fuss zu errreichen ist, erwartet uns eine deutschsprachige Führerin,
welche uns in den nächsten 3 1/2 Stunden New Orleans recht ausführlich zeigt und viele interessante Fakten zu berichten weiß.
Zunächst geht es nochmals mit Horace per Bus durch die Stadt, zu einem der zahlreichen Friedhöfe, an den Lake Poncharttrain und Gebiete, wo Hurrikan Katrina im Jahr 2005 besonders gewütet hat und die Wiederaufbauarbeiten noch im Gange sind. Es wurde schon viel getan, aber es gibt auch noch viel zu tun. Bevor wir uns dann auf eine ca. 2stündige Walkingtour durch das French Quarter begeben, verabschieden wir uns von Horace, mit dem wir auch auf dieser Reise einen vorzüglichen Reisebegleiter hatten. Thanks a lot! Die Hitze des Tages nimmt zu und bei der hohen Luftfeuchtigkeit von über 90 % kommen wir bei der Walking Tour alle mächtig ins Schwitzen. Der Nachmittag und Abend steht dann zur freien Verfügung. Zunächst entlädt sich der Himmel über NOLA (New Orleans, Louisiana) und es gießt in Kübeln. Es kühlt kaum ab und am Abend treffen wir Kim Carson zusammen mit Jason Bishop in Kerry's Irish Pub nur ca. 10 Minuten vom Hotel entfernt. Einige der Reisegruppe gehen mit und wären wir nicht vor Ort gewesen, hätte Kim und Jason vor keinem Publikum, sondern lediglich vor ein paar Stammgästen des Pubs gespielt. Die Freude ist deshalb umso größer und das Shiner oder Guiness schmeckt auch in NOLA. Am späten Abend gesellt sich noch eine Freundin von Kim auf die Bühne und Drummer Pete Bradish kommt kurz vor Mitternacht auch noch im Pub vorbei um Hallo zu sagen.

Dienstag: 13.10.
Der letzter Tag unserer Reise steht an. Vormittags ist noch zur freien Verfügung: French Quarter again, Louisiana State Museum,  Jackson Square, Riverwalk, Aquarium sind nur einige von vielen Möglichkeiten, die man in Anspruch nehmen kann.
Nachmittags, bei bewölktem Himmel startet um 14.30 Uhr unserer Dampferfahrt mit der Natchez auf dem Mississippi. Zwei Stunden dauert die Fahrt und der kühle Fahrtwind wirkt erfrischend. Am Abend trifft man sich zum "Abschiedsessen" im "Mulatre's" einem typischen Cajunlokal. Die Preise liegen im Gegensatz zu den bekannten Restaurantketten etwas höher, dafür gibt es aber auch spezielle Fischgerichte und dazu Livemusik, die an diesem Abend von Lee Benoit und seinen Cajunstompers gespielt und gesungen wird. Eine nette Tanzmusik, die schon mal den einen Country oder Rocktitel cajunmäßig arrangiert vorträgt. Wer noch nicht müde ist, geht noch etwas spazieren und noch einmal einen Abstecher in die abends immer belebte Bourbonstreet. Die meisten Lokale haben recht laute Musik und so zieht es mich an diesem Abend in die Preservation Hall, die uns von Werner Michels und der Reiseführerin empfohlen wurde. Hier spielt eine typische New Orleans Jazz Band. Der Konzertraum ist sehr klein und die Fans sitzen oder stehen eng gedrängt an einander. Es gibt nur Venilatoren und nicht die sonst übliche Klimaanlage. Passt somit bestens zum lässigen Groove der Preservation Hall Jazz Band. Ähnlich wie bei den Time Jumpers im Station Inn in Nashville, gibt es auch hier hin und wieder Wechsel bei den Musikern und oft sind es schon im Alter sehr fortgeschrittene Herren, die hier auf der "Bühne" stehen oder sitzen. Einfach wunderbar! Bei den letzten drei Songs kommt noch ein Gitarrist auf die Bühne und es ist kein geringerer als Mr. Steve Earle. Für mich ein krönender Abschluss einer ausnahmslos gelungenen und großartigen Deep South Tour, die mir immer in bester Erinnerung bleiben wird!

Mittwoch, 14.10.
Vormittags ist noch etwas Zeit, bei sonnigem und hochsommerlichen Temperaturen nochmals in die nahegelegenen Shops an der Canal- und Royalstreet zu wandern, denn die Abfahrt zum Airport ist erst für 11.30 Uhr anberaumt. Dann kommen wieder ganz schnell dunkele Wolken auf und der Louisianahimmel öffent für 30 Minuten wieder seine Schleußen. Petrus schüttert wieder!
Aber dann ist es auch schon wieder vorbei und die Sonne brennt wieder herunter. Bei strahlendem Sonnenschein geht der Transfer zum Airport und um 14.00 Uhr startet unserer Flug nach Atlanta und von dort hebt um 18.00 Uhr Eastern Time (Midnight in Germany) der Deltaflug DL 116 nach Stuttgart ab, wo wir am Donnerstagmorgen um 8.45 wohlbehalten landen.

Mein Fazit:
Die dritte von mir mit Werner Michels von  AAR (Anglo American Reisebüro/www.aartravel.com ) organisierte USA Reise ist damit schon wieder Geschichte, aber was für eine! Alle drei Reisen haben ihre Besonderheiten gehabt, aber für mich persönlich war die Deep South Tour 2009 einfach grandios an Begegnungen und musikalischen Erlebnissen. Dazu einige Überraschungen der besonderen Art. Der ganzen Reisegruppe gilt nochmals mein herzlicher Dank für die immer sehr gute Diszipin während der Reise und im Besonderen natürlich unserem Reiseleiter Werner Michels und AAR für die tolle Organisation und Reisebegleitung, sowie unserem Freund Horace Salem für die gute Fahrt.  



PeeWee’s Reisenotizen zum CMA-Festival Nashville vom 4. bis 12. Juni 2008

Mittwoch, 4. Juni

5.46 am Uhr Bahnhof Kleinkötz–Flughafen Frankfurt–Charlotte, NC,-Nashville 07.45 p.m.

Zusammen mit 11 Reiseteilnehmern, von denen wir einige. erst bei der Ankunft in Nashville kennen lernen, geht es für mich zum 3. Mal nach Music City USA. Nach zweimaliger Teilnahme an der „IBMA-World of Bluegrass“, bin ich mal gespannt, was das CMA-Festival so alles zu bieten hat. Mit dabei ist auch Clubmitglieder Frank Sauer, der bereits die letzte Tour 2007 mit gemacht hat. Nach der Ankunft im Hotel Hyatt Place am Music Valley Drive machen wir uns kurz frisch und dann bringt uns Werner Michels noch nach Down Town, denn wir haben uns Tickets für die 7. Late Night Jam von Marty Stuart und seinen Gästen im Ryman Auditorum besorgt.

10.00 p.m.       Nashville, Ryman Auditorium Marty Stuart’s 7th  Late Night Jam – Moderation Eddie Stubbs Tolle 4stündige! Show von und mit Marty Stuart and his Fabulous Band und Gästen wie Connie Smith, Charlie Daniels Band, The Steeldrivers, John Rich, Songwriter-Legende Dallas Frazier, Drum-Legend W.S. “Fluke” Holland u.v.a.

Donnerstag, 5. Juni

10.00 Uhr Besuch der Country Music Hall of Fame u.a. Marty Robbins Ausstellung, The Williams Family Traditions Ausstellung von Hank sr. und Hank jr. bis hin zu Jett Williams, Hank III und Holly Williams …. die Ausstellung läuft noch bis Herbst 2009     und passt prima in die Reiseplanung unserer DEEP SOUTH TOUR 2009         >>www.cwf-koetz.de 
 

Danach erstmals Abstecher zum Riverfront Park. Es wird sehr heiß, so um die 34 C und die Fans sitzen und liegen an der prallen Sonne. Einige kleine Bäume und Stände an der Straße spenden etwas Schatten, der auch gerne aufgesucht wird. Sehen u.a. Keith Anderson, Erika Jo und einige Sternchen und verschwinden dann aber wieder Richtung Broadway und Chevy Plaza. Hier begeistern im Mittagsprogramm die Jungrocker „KillBilly“ die jungen, aber auch älteren Mädels.

 

14.00 Uhr        Bluegrass-Time at Chevy Plaza

Es spielen die Steeldrivers, Mountain Heart (viele traditioneller und weniger “hart” als in den Vorjahren bei der IBMA) und dann auch die großartige  Dan Tyminski Band. Habe nach dem Auftritt auch kurz die Möglichkeit, Dan Tyminski  persönlich zu sprechen und ebenfalls seinen Fiddler Ron Stewart, den ich schon 2007 und 2005 in Dollywood getroffen habe.

Dan Tyminski’s neuen CD soll am 17. Juni veröffentlicht werden und man darf sich schon sehr darauf freuen. Den Abschluß der Bluegrass Time macht die erst 16jährige Sierra Hull mit ihrer Band und sie beeindruckt durch ihren selbstsicheren Auftritt und ihre schönen Stimme.
Die erste Show auf dem LP-Field lasse ich zu Gunsten eines Besuch des Station Inn ausfallen.
Ich versäume nichts Besonders, denn es sind hauptsächlich  die blonden Teeniestars wie  Jewel, Taylor Switft, Sugarland und Kelly Pickler die bei den Fans begeistern.

First Visit at Station Inn: Happy Birthday Gail Davies!

Im Station Inn feiert Gail Davies an diesem Abend ihren 60. Geburtstag mit einem feinen Konzert und ich kann euch nur empfehlen, den Auftritt dieser Künstlerin mit ihrer famosen Band am 19. Juli im Pfleghofsaal Langenau nicht zu versäumen. Es freut mich, dass ich an diesem Abend zu den ersten Gratulanten im Station Inn gehören und etwas später gibt es auch ein Wiedersehen mit Hugh Moffatt, der erst vor einigen Tagen wieder zurück in Nashville ist und ins neue Heim eingezogen ist. Nach fast genau 20 Jahren gibt es auch ein Wiedersehen mit seiner Frau Mary und Tochter Corianna, die 1988 auf dem Sportplatz in Großkötz noch als kleines Baby im Gitarrenkoffer geschlafen hat. Auch Roland White (Ex-Mitglied der Nashville Bluegrass Band) ist gekommen und ihn treffe ich noch bei zwei anderen Gelegenheiten.

Freitag, 6. Juni 08

Mit dem Bus-Shuttle geht es vom Hotel Hyatt Place am Music Valley Drive (Opryland) um 10.00 Uhr wieder „down town“ zu den Gigs am Riverfront Park, Chevy Plaza oder im Convention Center. Auch in den Clubs am Broadway ist schon am frühen Morgen jede Menge Livemusik (leider oft übertrieben laut) zu vernehmen. Da Frank und mich am Riverfront Park nichts „fesselt“ ziehen wir zum „Acoustic Corner“ ins Convention Center.

Hier erleben wir u.a. vier junge Musiker aus Sin City, Las Vegas, die sich „Marshal Reign“ nennen und sehr gefällige und interessante Musik darbieten. Zumindest akustisch machen sie einen guten Eindruck auf uns und wir treffen sie später noch am Stand in der Ausstellungshalle und tauschen unsere Adressen aus (myspace.com/marshalreign). 

Diese ist im Gegensatz zur IBMA ist die Ausstellungshalle im Convention Center doppelt so groß. Wir verpassen den Besuch von Alan Jackson, der erstmals nach 10 Jahren am Nachmittag wieder zwei Stunden für Autogramme zum CMA-Fest kommt (diese Information  bekommen wir dann spät abends im TV). Ansonsten sind natürlich viele Künstler/Innen mit ihren Ständen vertreten und hin und wieder gibt es Geschrei und Beifall, wenn eines der Sternchen kommt und sich mit den Fans ablichten lässt.

Uns zieht es dann wieder an den Broadway und im Ernest Tubb Record Store geben sich einige aktuelle Stars, aber auch vor allem Altstars die Ehre. Der Sender WSM (der älteste Sender von Nashville, der auch die Grand Ole Opry überträgt)  ist vor Ort und sendet live Interviews, aber auch Musik über den Äther. So erleben wir zunächst die „Riders in the Sky“, die mit ihrer feinen Westernmusik und ihren humoristischen Einlagen für Freude bei den vorwiegend älteren Fans sorgen. Danach ist Mel Tillis auf der Bühne und erzählt einige nette Anekdoten und Begebenheiten aus dem Musikgeschäft. Bereitwillige gibt er auch Autogramme und wir treffen ihn wieder am nächsten Tag bei der Midnite Jamboree  im Texas Troubadour Theatre, welches sich unweit von unserem Hotel befindet. Auch Charlie Louvin treffe ich dort und erhalte von ihm ein Autogramm in unserer 20Jahre-Chronik, welche ich dabei habe und die er sich auch gerne und ausführlich anschaut. Zusammen mit Charles Whitstein war er vor 14 Jahren  bei uns im Rössle in Leinheim zu Gast. Der inzwischen 81jährige Charlie Louvin erfreut sich immer noch ordentlicher Gesundheit, guten Humors und vor allem großer Beliebtheit bei seinen Fans.

 Nach einem feinen Abendessen im Big River Restaurant am Broadway verzichten Frank und ich auch an diesem Abend auf die Show im LP-Field (wir versäumen Künstler wie Carrie Underwood, Faith Hill, Lady Antebellum, Miranda Lambert, Jack Ingram oder  Josh Turner)

und machen wieder Station im „Station Inn“. Diesen Liveclub gibt es seit 1974 und alles was Rang und Namen hat ist dort schon aufgetreten oder stattet dort einen Besuch ab, so waren in der letzten Woche z.B. Randy Travis und Vince Gill mit ihren Frauen beim Konzert der Time Jumpers, wie wir bei unserem dritten Besuch am Montag noch erfahren. 

 
An diesem Abend stellen die „Infamous Stringdusters“ ihre neuen CD im Station Inn vor und es ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Die offiziell, erlaubte Besucherzahl ist mit 145 Personen angegeben und die waren wohl auch da. Die Band ist gerade von einer 4wöchigen Europatournee zurück und hat auch in Deutschland für Aufsehen und Begeisterung gesorgt.

Einige Bandmitglieder errinnern sich an Frank, der sie im Ulmer Zelt und beim Wohnzimmer

konzert bei den Illertal Cowboys erlebt hat. Die Show wird auch vom Internetradiosender „SIRIUS Satellite Radio“ live übertragen und bei der Gelegenheit treffe ich auch Banjopicker Ned Lubericki, einen der „Nightdrivers“, die vor zwei Jahren mit Chris Jones im Pfarrzentrum in Kleinkötz zu Gast waren. Eine weitere Überraschung: wir treffen auch Marianne und Bill vom Four Corners Untermeitingen,  im Station Inn. Nachdem ich mir noch ein T-Shirt des Station Inn gekauft habe, prangt inzwischen auch unserer Aufkleber an einem der Kühlschränke, gleich neben dem Sticker des Sirius-Radio … fine location!

Samstag, 7. Juni

Nach dem „Continental-Breakfast“ geht es mit dem Shuttle wieder down town und zum Riverfront Park. Es sind schon zu früher Stunde wieder zahlreiche Fans versammelt und wir erleben einen Klasseauftritt von Joe Nichols, die Eli Young Band, The Roys, Stephen Cochran und Doug Stone.. Weitere Künstler an diesem Samstag auf der Riverfront Stage sind u.a.  Mel Tillis, Jamey Johnson, Randy Houser, John Berry, Whiskey Falls, Buddy Jewell, Katie Armiger, Michael Martin Murphy u.v.a.)
 

Zum Lunch zieht es uns vom den  überbevölkerten Lokalen am Broadway in eine Seitenstraße ins „McFadden“ wo es fresh drafted cool beer und ordentliches Essen gibt. Nochmal ein Abstecher ins Convention Center und danach mit dem Shuttle zurück ins Hotel, denn heute Abend geht es dann für mich erstmals in LP-Field-Stadium, wo u.a. „acoustic performances“ mit  Jamey Johnson, Jason Michael Carroll und Darryl Worley auf dem Progamm stehen. Ferner treten auf: Craig Johnson, Little Big Town, Rodney Atkins, Trace Atkins, Alan Jackson und Kenny Rogers. 
 

Good Times with Alan Jackson at LP-Field

An die 50.000 Fans sind ins Station gekommen und feiern ihre Stars. Nun für mich ist nicht sehr viel positives dabei, denn meist sind die Auftritte viel zu rockig oder popig angelegt und wenn schon Fleetwood Mac oder Pink Floyd, dann sind mir die Originale halt schon lieber.

Von den acoustic acts gefällt mir Jamey Johnson sehr gut und die Höhepunkte des Abends kommen zum Schluß: ein großartiger Auftritt von Alan Jackson … really „Good Times“, eben wie auch sein neues Album mit dem gleichen Titel. Leider ist der Aufritt nur ca. 30 Minuten lang und man hätte gerne noch viel mehr von diesem außergewöhnlichen Künstler erlebt. Danach kommt der legendäre Kenny Rogers und zu diesem Zeitpunkt verlassen die Besucher bereits in Scharen das Stadion. Ich bin zwar kein bekennender Kenny Rogers Fans, aber es ist schade, dass die Fans einem solch legendären Künstler so wenig Beachtung schenken. Ein Alan Jackson zum Abschluß dieses Abends hätte dieses elegant vermieden!


24.00 Uhr Ernest Tubb Midnite Jamboree


Mit dem Shuttle kommen wir pünktlich um Mitternacht gerade noch rechtzeitig zur Ernest Tubb Midnite Jamburee, deren Gastgeber  diesem Abend Mel Tillis ist. Zusammen mit seiner Band „The Statesiders“ präsentiert er „Country Classics“ in angenehmer Lautstärke und das Texas Troubadour Theatre ist bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz gefüllt und kurz nach Mitternacht beginnt  die 3.200ste Livesendung bei WSM 650 und wird nur hin und wieder von „Commercials“ unterbrochen, als eine junge Dame mit angenehmer Stimme neue oder einfach interessante Aufnahmen vorstellt, die über den Ernest Tubb Record Shop auch via Post bezogen werden können. Nach der Show, es ist bereits 1.30 p.m. besteht noch die Möglichkeit zum Einkauf im Record Shop, die wir aber auf den Sonntagmorgen verschieben, denn da gibt es an gleicher Stelle ab 10.00 Uhr die sonntägliche Cowboy Church die wir ebenfalls nicht versäumen möchten.  

Sonntag, 8. Juni

10.00 Uhr        Cowboy Church im Texas Troubadour Theatre

 Moderation Dr. Harry Yates  und Mrs. Joanne Cash-Yates mit der Cowboy Church Band und Gästen wie den Bellamy Brothers, Ricky Lynn Gregg und Russ Roberts. Die Veranstaltungen wird über WSM 650 live übertragen und an diesem Sonntag zum 926sten Mal ausgestrahlt. Man kann nicht überall sein, deshalb versäumen wir leider die „Riders In The Sky“ und die Grascals auf der Chevy Plaza.


Chevy Plaza: Tribute Show to Freddy Fender

Dort findet am Nachmittag eine „Hispanic Show“ statt. Leider erleben wir  dabei Bobby Marquez nur noch bei seinem letzten Song. Feine Musik im Stile eines John Arthur Martinez. Dann stehen einige Künstler im Rahmen einer „Freddy Fender Tribute Show“ nacheinander auf der Bühne. Den Auftakt macht Charlie Rich jr. der mit der Original Freddy Fender Band aufspielt und auch die großen Hits seines Vaters wie „Behind Closed Doors“ oder „The Most Beautiful Girl“ bringt. Nach Rueben Ramos und Little Joe kommt Texas Tornado Augie Meyers für einen ca. 20minütigen Auftritt auf die Bühne. Eine feine Show, die freilich mehr Besucher verdient gehabt hätte. Aber dafür habe ich Gelegenheit einige Worte mit Charlie Rich jr. und auch Augie Meyers zu wechseln. Er ist sehr erfreut, als er in unserer Chronik auch das Bild von Santiago Jimenez sieht und freut sich bei diesem heißen Nachmittag über ein Gästetuch der Country & Western Friends Kötz! Einige Mitglieder, die ebenfalls in  der Freddy Fender Truibute Show auftreten,  fehlen bei diesem Auftritt in Nashville, so z.B. Flaco Jimenez, Clay Walker, Johnny Rodriguez oder Rick Trevino.

Nun noch mal kurz ins Convention Center, denn ich muss noch Randy Travis T-Shirts besorgen. Eine freudige Überraschung ist angesagt, denn Michael Martin Murphey sitzt heute an seinem Stand und gibt Autogramme. Wir stellen uns gerne in die kleine Schlange und warten bis wir dran sind. Etwas small talk und vorzeigen der Chronik gehört dazu. MMM ist ein ganz lockerer und sehr sympathischer Künstler ohne jegliche Starallüren. Er hat seine aktuelle CD dabei, von der in Kürze auch eine DVD erscheinen wird. Ein tolles Livekonzert mit Gästen darunter auch Gary P. Nunn. MMM ist so nett und schreibt mir seine private E-mail-Adresse auf und ich soll in doch mal kontaktieren und vielleicht mal mit auf eine seiner Railroad-Tours kommen J. Das wäre natürlich schön, aber schon der Kontakt und die gemeinsamen Bilder mit Händedruck sind ein Erlebnis für sich! Thanks a lot MMM J


Frankie war von der Begegnung ebenso angetan, so dass er glatt das Wechselgeld für die gekaufte CD vergisst. Also nochmals zurück …. ich  werde dabei etwas abgelenkt und plötzlich sind die sechs Gracals an einem Stand zu sehen. Schnell noch ein zwei Bilder und dann auch noch ein kurzes Hallo und ein Gespräch mit dem Bassisten, dessen Bruder mit Marilyn Barclay verheiratet ist, die ich im Jahr zuvor bei der IBMA getroffen habe.

Hey, boys let’s do another photo shot for your german fans! Yeahhhh …. es hat geklappt und Mitte Juli wird die neue CD “Keep On Walking“ u.a auch mit einem Duett mit Vince Gill erscheinen. Wann kommen sie mal nach Europa … sie hoffen auf 2009  ich auch


Nach einem kurzen Imbiss geht es diesmal über die Fußgängerbrücke über den Cumberland River zum LP-Field. Von hier hat man einen schönen Aufblick auf die Nashville-Skyline und die Riverfront-Stage. Hier spielen immer noch Livebands bis abends 19 Uhr und um 19.45 beginnt die letzte große Show im Stadion. Auf dem Programm stehen heute „spezial acoustic performances by Phil Stacy, Chuck Wicks und dem Australier John Stephan, der noch am ehesten überzeugt. Auf der Hauptbühne rocken dann zunächst in Reihenfolge James Otto, Bucky Covington und auch  Sara Evans, deren Musik am weit entfernten Getränkestand geradezu schrecklich klingt. Dann kommt eine wohltuender Wechsel, denn Randy Travis betritt die Bühne und wird vom Publikum regelrecht gefeiert. Schade, dass er nur sechs oder sieben Songs bringt. Hier gilt wie bei Alan Jackson … endlich  Country Music und der  Aufrtitt war leider ebenfalls viel kurz! Danach geht es mit Billy Ray Cyrus wieder zur allgemeinen Tagesordnung über. Zwar hört sich der erste Song ganz gefällig und interessant an, aber danach ist es zumindest für meinen Geschmack wieder mehr Geschrei als Gesang und die rockigen Tone werden wieder allzu hart angeschlagen …. und dann kommt auch noch das unvermeidliche Acky Breaky Heart. Dann ist der Spuk Gott sei Dank vorbei und es naht für mich  nach Alan Jackson und Randy Travis das dritten und letzte Highlight der Künstler, die auf dem LP-Field  zu erleben waren: Dwight Yoakam.

 20 Jahre nach seinem Auftritt mit Buck Owens ist er wieder in Nashville bei der FanFair und wird begeistert empfangen. Dwight sings Buck und gleich die ersten drei Songs widmet er seinem großen Vorbild. Danach kommt ein starkes Medley seiner großen Hits und  Dwight ist auch der einzige Künstler, der an die großen Künstler und Vorbilder wie Johnny Cash, Porter Wagoner oder Buck Owens erinnert. So folgt eine großartige Version von Flatt & Scruggs „Nashville Cats“ und Cash’s „Ring of Fire“ und zum Ende nochmals ein Owen’s Klassiker mit „Close up the Honky Tonks“. Einfach Klasse und ein würdiger Abschluss der Tage auf dem LP-Field, die meinen Geschmack leider nur selten getroffen haben. 

Not my kind of Country, not my kind of Music!  Bei mir herrscht der Eindruck vor, dass hier fast immer Kommerz vor Kompetenz. geht, denn Country Music nach meinem Verständnis, bei der die Wurzeln der Musik noch erkennbar sind, war nur selten zu erleben. Wem aber diese moderne Art und die laute und rockige Musik liegt, dem sei das CMA-Festival unbedingt empfohlen. Insgesamt waren die CMA-Festivaltage in Nashville schon eine interessante und erlebnisreiche Sache, die der Country Music Fan halt mal erlebt haben sollte. Übrigens,die Gold-Tickets für die CMA 2009 waren innerhalb von 15 Minuten ausverkauft!

Der Besucherzuwachs gegenüber dem Vorjahr betrug knapp 10%, also wurde die Grenze von 200.000 Besuchern überschritten!  Werner Michels und sein  Anglo American Reisebüro werden sicher auch im nächsten Jahr eine Reise zu diesem Musikspektakel anbieten!

Montag, 9. Juni 
 
Pünktlich um 9.00 Uhr holt uns ein Grayline Bus zur „Home of the Stars Tour“ ab und es geht in den Süden von Nashville in die Vororte wie Forest Hills und Belle Meade. Jim,  der Busfahrer zeigt uns einige Häuser in denen Stars der Country Music wohnten oder wohnen und erzählt dazu die eine oder andere Anekdote, die von Werner Michels übersetzt wird.
Höhepunkt ist sicher das riesige Anwesen von Alan Jackson, welches allerdings nur von weitem zu sehen ist. Weiter sehen wir u.a. die „homes“ von Little Jimmie Dickens, Dolly
Parton, George Jones & Tammy Wynette, Brooks & Dunn und einigen anderen.
Nach der Rückkehr ist  am Nachmittag „shopping at the Opry Mills“ angesagt. Aber auch die Besichtigung des Gaylord Opryland Hotels ist für den/die eine oder andere Reiseteilnehmer/in eine interessante Angelegenheit. 


Während es die Mehrzahl der Teilnehmer abends wieder in die Club am Broadway zieht, steht für Frank und mich wieder das Station Inn auf dem Programm. Seit vielen Jahren spielen dort jeden Montag die „Time Jumpers“ Western Swing & Honky Tonk Music und der Montagabend im Station Inn ist wohl schon lange kein Geheimtipp mehr, denn das Station Inn erlebt noch mehr Besucher als bei den Infamous Stringdusters …. diesmal ist es wirklich total ausverkauft! Und dann stehen 10 Musiker/Innen auf der Bühne und bringen mit ihren zwei Sets den vielen  jungen und alten Fans  real Country Music zu Gehör. An der Pedalsteel Guitar ist Paul Franklin zu hören und auch „Ranger Doug“ von „Riders in the Sky“ spielt mit. Unter den Gästen ist auch Mel Tillis zu finden und eine Gruppe von ca, einem Dutzend Japanern, die nur noch Stehplätze ergattern können. It was a „really great „Jumpin’ Time“!

Jumpin’ Time, heißt auch die Live-Doppel-CD/DVD der Time Jumpers, die ich nach dem Gig vom Manager der Band für unsere Radiosendung erhalte und ich verspreche ihm, diese tolle Musik auch in meiner „Country Time“ zu spielen, denn diese ist es auch Wert, den Hörern vorgestellt zu werden. Wer von Euch also mal am Montagabend in Nashville weilt, sollte den Besuch des Station Inn einplanen und sich rechtzeitig um einen guten Sitzplatz bemühen!

Aber auch an anderen Tagen ist das Station Inn sicher eine der besten Adressen in Music City, was Livemusik in angenehmer Lautstärke betrifft … und Shiner Bock gibt es dort auchJ!

Dienstag, 10. Juni


Unser letzter Tag bricht an und 8 Personen unserer Gruppe fahren mit Werner Michels nach  Lynchburg und nehmen an einer Tour durch die Jack Daniels Distillery teil. Auch ein Besuch eines Wal-Mart für letzte preiswerte Einkäufe darf an diesem Tag nicht fehlen, ebenso wie ein Buffet im Golden Corral mit seinen vorzüglichen Steaks. Einige besuchen am Abend noch eine Vorstellung im Grand Ole Opry House und für Frank und mich steht noch ein weiterer Höhepunkt an, nämlich die Einladung bei unseren lieben Freunden Holly und Barry Tashian. Werner Michels  ist wiederum so freundlich und bringt uns nochmals quer durch die Stadt in die Hopkins Lane im Stadtteil Green Hills zum Haus von Barry und Holly Tashian. 

Hier treffen wir neben unseren Gastgebern auch Holly’s Mutter Jean bei guter Gesundheit (die Dame ist inzwischen über 90 Jahre alt) an und Roger Ryan, einen langjährigen Freund, der für drei Wochen aus Irland angereist ist. Roger ist Begründer der Irish Country Music Association, die er dort bereits 1969 gegründet hat.  
Er hat auch noch einen Kameramann mitgebracht und im Laufe des Abends werden einige Songs und Interviews mit den Tashians und Roland White aufgezeichnet, darunter auch Holly’s Song „Home“, den auch bereits andere Künstler wie die Nashville Bluegrass Band aufgenommen haben. Mit ihrer Fiddle ist eine junge Lehrerin und Rechtsanwältin mit Namen Stephanie gekommen und ein weiterer Freund des Hauses, David Legy spielt Gitarre. Bassist Ross Sermon hat es leider nicht mehr geschafft und so übernimmt Holly an diesem Abend  die großen Bassgeige. Die Stunden bei wunderschönen Songs und interessanten Interviews vergehen  wie im Flug und und gegen 22.00 Uhr bringt uns Barry dann wieder wohlbehalten zu unserem Hotel, wo noch Budweiser und Sam Adams auf uns warten J

Mittwoch, 11. Juni

Um 10.30 Uhr gibt es noch ein Gruppenbild vor der prächtigen, weißen Limo, die uns dann gleich zum  Nashville Airport bringt und leider viel zu schnell ist diese Woche in Music City zu Ende.Beim Zwischenstopp in Charlotte bleibt noch etwas Zeit für ein gemeinsames Bierchen mit Werner Michels, der sich nach 3 ½ Wochen Texas und Tennessee auch wieder auch einige Wochen in Germany freut, bevor es im Juli für fünf Wochen Urlaub nach Florida geht. Zuvor wird er mir noch unsere gemeinsam geplante DEEP SOUTH TOUR 2009 ausarbeiten und wir hoffen, dass vielleicht der/die eine oder andere Teilnehmer/in dieser CMA-Tour, aber auch Country- und USA-Fans unserer bisherigen Reisen daran teilnehmen. 


Kötz, 15. Juni 2008 / Peter Wroblewski